Sachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13052601
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HAFTBEFEHL NACH ANGRIFF IN JOBCENTER LEIPZIG ERLASSEN
Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig hat gegen einen 34-jährigen Mann aus Leipzig einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.
Dem Beschuldigten liegt zur Last, am 21.05.2013 gegen 09.30 Uhr aus Verärgerung über einen vorhergehenden Bescheid seine Sachbearbeiterin (52) im Jobcenter Leipzig aufgesucht und mit einem mitgebrachten Hammer mehrfach auf Kopf und Oberkörper des Opfers eingeschlagen zu haben. Durch einen hinzukommenden Mann konnten weitere Schläge verhindert werden. Das Opfer wurde durch die Tat schwer aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Der Beschuldigte hat zu der Tat ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Eine Auskunft zu den Einzelheiten kann im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen nicht erteilt werden. Die Staatsanwaltschaft geht unabhängig von den Einlassungen des Beschuldigten im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen davon aus, dass der Beschuldigte aus niederen Beweggründen und heimtückisch handelte und mit den Hammerschlägen den Tod seines Opfers herbeiführen wollte, diesen aber zumindest billigend als Folge seines Handels in Kauf nahm. Der Beschuldigte ist bereits wegen eines Pfeffersprayangriffs Anfang 2010 auf einen anderen Mitarbeiter der ARGE Leipzig wegen gefährlicher Körperverletzung durch das Amtsgericht Leipzig 2012 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt wordn, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die vorliegende Tat geschah somit während der laufenden Bewährungszeit.

Quelle: Staatsanwaltschaft Leipzig - PM vom 22.05.2013 von 22.05.2013
http://www.justiz.sachsen.de/stal/ Externer Link
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