Niedersachsen / Strafrecht / Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 13051134
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VERFAHREN WEGEN FAHRLÄSSIGER TÖTUNG IN 2 FÄLLEN IM VERFAHREN UM DEN UNFALL AM HCC GELÄNDE
Das Amtsgericht Hannover verhandelt über den Vorwurf der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit Gefährdung des Straßenverkehrs in 2 Fällen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 8.5.2012 über seinen PKW Audi A6 auf der Clausewitzstraße, Höhe Theodor-Heuss-Platz, die Kontrolle verloren und zwei Menschen überfahren zu haben.
Der Angeklagte soll an MS leiden und aufgrund einer hierdurch bedingten Funktionsstörung der Beine, Gas- und Bremspedal verwechselt haben. Da eine Lenkbewegung ausgeblieben sei, habe der Angeklagte zwei an der Haltestelle wartende Personen -einen Mann und eine Frau- mit etwa Tempo 70 - 80 km/h überfahren. Beide Opfer erlagen ihren Verletzungen. Die Anklage wirft dem Angeklagten vor, dass er als ehemaliger Präsident der MS-Selbsthilfeorganisation über gute Kenntnisse und Einschätzung seiner Erkrankung verfügt habe und der Geschehensablauf daher für ihn vorhersehbar gewesen sei.

Quelle: Amtsgericht Hannover - PM vom 16.04.2013 von 29.05.2013
http://www.amtsgericht-hannover.niedersachsen.de/ Externer Link
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