Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13033104
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URTEIL WEGEN VERSCHIEDENER ROHHEITSDELIKTE RECHTSKRÄFTIG
Ein Urteil des Landgerichts Lüneburg ist nunmehr rechtskräftig geworden, nachdem der Bundesgerichtshof in zwei getrennten Beschlüssen über die von den beiden Angeklagten eingelegten Revisionen entschieden hat.
Durch Beschluss vom 27.11.2012 verwarf der Bundesgerichtshof die Revision des einen Angeklagten als unbegründet, weil ein Rechtsfehler zum seinem Nachteil nicht festzustellen sei. Er war vom Landgericht - unter teilweiser Einbeziehung verschiedener Einzelstrafen aus einem anderen Urteil - wegen schwerer räubersicher Erpressung, Nötigung, gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und Sachbeschädigung zu zwei gesonderten Strafen von insgesamt zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Ferner stellte der Bundesgerichtshof das Verfahren gegen den anderen Angeklagten im Hinblick auf eine etwaige Beihilfe zur Sachbeschädigung ein und verwarf die Revision im Übrigen als unbegründet. Damit ist auch die Verurteilung des zweiten Angeklagten wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen, Nötigung und versuchter Nötigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten rechtskräftig. Nach den Feststellungen des Landgerichts handelt es sich bei den beiden aus Uelzen stammenden Angeklagten um einen zur Tatzeit 48 Jahre alten Vater und seinen 23 Jahre alten Sohn. Der Erstere war zeitweise im Motorradklub der „Red Devils" aktiv. Beide wurden unter anderem deshalb verurteilt, weil sie mehrere Streitigkeiten mit Personen aus ihrem Bekanntenkreis mit Drohungen oder Gewalt ausgetragen haben. Dabei ging es ursprünglich um die Durchsetzung einer vermeintlichen Forderung in Höhe von rund 300,- Euro. Diesen Betrag machte der verurteilte Vater als „Schadenersatz" gegenüber einem Bekannten geltend, nachdem er diesem einen „American Staffordshire" Kampfhund überlassen hatte, der später ausgesetzt aufgefunden worden war und der deswegen im Tierheim untergebracht werden musste.

Quelle: Landgericht Lüneburg - PM vom 07.03.2013 von 13.07.2012
http://www.landgericht-lueneburg.niedersachsen.de/ Externer Link
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