Niedersachsen / Strafrecht / Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 13032347
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ANKLAGE WEGEN HCC-UNFALLS
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat gegen den 58-jährigen Mann, der am 08.05.2012 den Unfall in der Clausewitzstraße kurz vor dem Theodor-Heuss-Platz verursacht hatte und bei dem zwei Menschen tödlich verletzt wurden, vor dem Amtsgericht Hannover Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Straßenverkehrsgefährdung erhoben.
Dem Mann wird vorgeworfen, am Straßenverkehr teilgenommen zu haben, obgleich aufgrund seiner MS-Erkrankung die Sensibilität und Motorik seiner Beine erheblich eingeschränkt und ihm deshalb eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr nicht möglich gewesen sei. Er habe infolge dieser krankheitsbedingten Beeinträchtigung Gas- und Bremspedal verwechselt, wodurch sein Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen sei und die an einer Straßenbahnhaltestelle wartenden Fußgänger mit einer Geschwindigkeit von 70 -80 km/h erfasst habe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass für den Angeschuldigten, der über seine Krankheit gut informiert sein soll, dieser Geschehensablauf vorhersehbar gewesen sei.

Quelle: Staatsanwaltschaft Hannover - PM vom 21.03.2013 von 19.03.2013
http://www.staatsanwaltschaft-hannover.niedersachsen.de Externer Link
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