Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13030926
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ANKLAGE NACH VORGETÄUSCHTEM BANKÜBERFALL
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat gegen drei junge Männer im Alter von 30, 21 und 23 Jahren Anklage wegen Untreue in besonders schwerem Fall und Vortäuschens einer Straftat bzw. wegen Unterschlagung und Beihilfe zur Unterschlagung zum Jugendschöffengericht in Braunschweig erhoben.
Den Angeschuldigten wird zur Last gelegt, einen Überfall auf eine Braunschweiger Bankfiliale vorgetäuscht und sich Bargeld, Devisen und Edelmetalle im Gesamtwert von 200.000 Euro angeeignet zu haben. Der älteste Tatbeteiligte war in der Bankfiliale als Kassierer beschäftigt und hatte die Tat gemeinsam mit dem jetzt 23-jährigen Mittäter geplant. Der Kassierer übergab dem Mittäter die Wertgegenstände und ließ sich anschließend von diesem in einen Toilettenraum der Bank einschließen. Nach der Flucht des Mittäters machte der Kassierer durch ein Toilettenfenster auf sich aufmerksam und gab gegenüber der Polizei an, überfallen worden zu sein. Ein mit einer Pistole bewaffneter Täter habe ihn zum Öffnen der Tresore gezwungen. Dem zur Tatzeit noch heranwachsenden dritten Täter wird zur Last gelegt, den 23- Jährigen in Kenntnis der geplanten Tat zur Bankfiliale gefahren und ihn anschließend mit der Beute vom Tatort weggefahren zu haben. Die Beute sei anschließend geteilt worden. Die Angeschuldigten sind weitgehend geständig. Für die Untreue kann eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, für die Unterschlagung eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren verhängt werden.

Quelle: Staatsanwaltschaft Braunschweig - PM vom 28.02.2013 von 28.02.2013
http://www.staatsanwaltschaft-braunschweig.niedersachsen.de/ Externer Link
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