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Artikelnummer: 13030920
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FORTSETZUNG IM VERFAHREN GEGEN TUI TRAVEL AUF RÜCKERSTATTUNG DER STORNOKOSTEN
Das Amtsgericht Hannover setzt die Verhandlung über die Folgen der Rückabwicklung eines Reisevertrages fort.
Das Amtsgericht hat einen Beweisbeschluss verkündet, wonach die Mitarbeiterin des Reisebüros, die dem Kläger die Reise verkaufte, zu den Umständen und Absprachen bei der Reisebuchung gehört werden soll. Der Kläger kaufte am 24.12.2011 als Weihnachtsgeschenk für seine Familie eine Kreuzfahrt bei Aida Cruises. An der Reise sollten der Kläger, dessen Ehefrau und der 11-jährige Sohn teilnehmen. Der Kläger wollte die Reise zunächst im Internet buchen, dies war jedoch online nicht möglich, so dass der Kläger ein Reisebüro aufsuchte. Er habe dort mitgeteilt, dass er die Reise gern vom 06.08.-16.08.2012 antreten wolle. Dies konnte so nicht erfüllt werden, die Reisebüromitarbeiterin bot aber eine andere Kreuzfahrt zu dem Reisetermin vom 13.08. - 23.08.2012 an. Der Kläger bucht diese Reise für insgesamt 3.031 €. Die Ehefrau des Klägers bemerkte nun im Januar 2012, dass die Sommerferien zum 21.08.2012 enden, so dass die Reise wegen Ferienende des Sohnes so nicht angetreten werden könne. Der Kläger trat von der Reise zurück, es entstanden Stornogebühren in Höhe von 35% des Reisepreises, insgesamt 1.096,05 €. Der Kläger ist der Auffassung, er hätte bei Buchung der Reise in einem Reisebüro darauf hingewiesen werden müssen, dass das Ferienende außerhalb der Schulferien liegt und verlangt daher Erstattung der Stornogebühren.

Quelle: Amtsgericht Hannover - PM vom 01.03.2013 von 21.03.2013
http://www.amtsgericht-hannover.niedersachsen.de/ Externer Link
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