AGB-Recht / Bau- und Architektenrecht /
Artikelnummer: 13021721
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KURZE VERJÄHRUNGSFRIST FÜR WERKLOHNANSPRUCH UNWIRKSAM
Eine vom Auftraggeber in einem Bauvertrag gestellte Allgemeine Geschäftsbedingung, mit der die Verjährungsfrist für den Werklohnanspruch des Auftragnehmers auf zwei Jahre abgekürzt wird, ist unwirksam, weil sie den Auftragnehmer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Die Verkürzung der Verjährungsfrist für den Werklohnanspruch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers benachteilige den Auftragnehmer unangemessen, denn sie verstoße gegen das gesetzliche Leitbild des § 195 BGB und es seien keine Interessen des Auftraggebers erkennbar, die eine derartige Verkürzung rechtfertigen könnten.

Quelle: Bundesgerichtshof von 06.12.2012
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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