Bau- und Architektenrecht /
Artikelnummer: 13021720
Trennlinien
MANGELHAFTIGKEIT DER PLANUNGEN EINES ARCHITEKTEN FÜR EINEN BAUTRÄGER
Die Planung eines Architekten für einen Bauträger ist ungeachtet der mit diesem getroffenen Vereinbarung, Trennwände einschalig zu planen, mangelhaft, wenn sie den von den Vertragsparteien vorausgesetzten Zweck nicht erfüllt, eine mangelfreie Veräußerung des so errichteten Bauwerks an die Erwerber zu ermöglichen, weil diesen eine zweischalige Ausführung der Trennwände geschuldet wird. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Dabei trifft den Bauträger ein erhebliches Mitverschulden an dem durch Inanspruchnahme der Erwerber wegen unzureichenden Schallschutzes entstandenen Schaden, wenn er blind auf die rechtliche Annahme des Architekten vertraut hat, Reihenhäuser müssten keine doppelschalige Ausführung haben, wenn sie als "senkrecht geteilte Wohneinheiten" verkauft würden.

Quelle: Bundesgerichtshof von 20.12.2012
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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