Bayern / Strafrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 13020311
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URTEIL IM STRAFVERFAHREN GEGEN WOLF-ULRICH S. WEGEN VERLETZUNG DES HÖCHSTPERSÖNLICHEN LEBENSBEREICHS DURCH UNBEFUGTE BILDAUFNAHMEN U.A. (GESCHÄDIGTER OTTFRIED F.)
Das Landgericht München I hat in dem neu durchgeführten Berufungsverfahren gegen Wolf-Ulrich S. (32) den Angeklagten unter Aufhebung des Urteils des Amtsgerichts München vom 25.10.2010 (Verurteilung zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 80 € wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch unbefugte Bildaufnahmen in Tateinheit mit Nötigung) freigesprochen.
Die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde als unbegründet verworfen. Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, unter Abänderung des Schuldspruchs den Angeklagten zu einer Gesamtgeldstrafe von 280 Tagessätzen zu je 150,--€ zu verurteilen. Auch die Nebenklägervertreter hatten eine Verurteilung des Angeklagten unter Abänderung des Schuldspruchs des Amtsgerichts München beantragt. Das Gericht begründete den Freispruch im Wesentlichen mit dem Ergebnis der Beweisaufnahme, die nicht den Nachweis erbracht habe, dass der Angeklagte mittels des angekauften Bildmaterials auf den Geschädigten Druck ausgeübt habe, um diesen zu einer Zusammenarbeit mit der Bildzeitung zu veranlassen.

Quelle: Landgericht München I - PM vom 25.01.2013 von 24.01.2013
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/m/ Externer Link
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