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Artikelnummer: 13011308
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LANDGERICHT MÜNCHEN WEIST AUFNAHMESOFTWARE 'TUBEBOX' IN DIE SCHRANKEN
In einem aktuellen rechtskräftigen Urteil verbietet das Landgericht München dem Betreiber der Software „TubeBox“ deren Herstellung, Verbreitung sowie den Besitz mit der Begründung, dass diese unter Umgehung technischer Kopierschutzmechanismen Musik von Streaming-Plattformen wie MyVideo aufnehmen oder mitschneiden kann, um sie auf den Computer oder ein anderes Speichermedium herunterzuladen. Wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilte, unterlag der Betreiber der Aufnahmesoftware in einem einstweiligen Verfügungsverfahren eines Musikunternehmens, das den Antrag im Mai dieses Jahres gestellt hatte.
Grundlage der richterlichen Entscheidung ist der § 95a des Urheberrechtsgesetzes, der es verbietet, eine Software herzustellen, zu verbreiten oder zu besitzen, mit der die Umgehung wirksamer technischer Maßnahmen zum Schutz von Urheber- oder Leistungsschutzrechten ermöglicht oder erleichtert wird. Die Richter stellten fest, dass die Videostreaming-Plattform MyVideo über eine technische Kopierschutzmaßnahme verfügt, mit der das Mitschneiden oder Herunterladen gestreamter Inhalte verhindert werden kann. TubeBox wiederum ermöglichte es den Nutzern seiner Software mit Hilfe eines speziell auf MyVideo zugeschnittenen Verfahrens diese technische Schutzmaßnahme zu umgehen und die Streaming-Inhalte dennoch herunterzuladen.

Quelle: Landgericht München I - PM Bundesverband Musikindustrie e.V. vom 24.09.2012 von 24.09.2012
http://www.musikindustrie.de/ Externer Link
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