Anlegerschutz / Verbraucherschutz /
Artikelnummer: 13011201
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BUNDESREGIERUNG SCHAFFT BERUFSBILD ZUR HONORARBERATUNG
Das Bundeskabinett hat den Entwurf des Honoraranlageberatungsgesetzes beschlossen. Mit dem Gesetzentwurf entsteht ein neues Berufsbild zur Honorarberatung im Bereich der Geldanlage.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Honorarberater ausschließlich vom Kunden vergütet werden. Sie dürfen die von ihnen empfohlenen Anlageprodukte auch vermitteln, dürfen aber keine Provisionen von Produktanbietern oder Dritten annehmen. Werden Provisionen gezahlt oder sind sie Teil der Gesamtkosten eines Anlageproduktes, müssen Honorarberater die Provision unverzüglich und in voller Höhe an den Kunden weiterreichen. Mit der Veröffentlichung eines Eckpunktepapiers für ein gesetzliches Berufsbild des Honorarberaters hatte Bundesverbraucherministerin Aigner im Juli 2011 die Grundlage für den aktuellen Gesetzentwurf geschaffen. Mit dem "Honorar-Finanzanlagenberater" und dem "Honorar-Anlageberater" sollen zwei neue Berufsbilder geschaffen werden: Die gewerblichen Honorar-Finanzanlagenberater sollen nur über Fonds und einige Formen der Unternehmensbeteiligung beraten dürfen. Demgegenüber sollen die bei den Banken und anderen Wertpapierdienstleistungs-unternehmen angesiedelten Honorar-Anlageberater umfassend über die Geldanlage beraten dürfen – zu Wertpapieren, Staatsanleihen, offenen und geschlossenen Fonds oder zu Unternehmensbeteiligungen. Die Honorarberater werden in ein öffentliches Register eingetragen und dürfen dann nicht mehr auf Provisionsbasis tätig werden. Bieten Finanzinstitute Anlageberatung sowohl auf Honorar- als auch auf Provisionsbasis an, müssen sie beide Bereiche organisatorisch, funktional und personell voneinander trennen.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - PM 388 vom 19.12.2012 von 19.12.2012
http://www.bmelv.de/ Externer Link
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