Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 12122237
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URTEIL GEGEN HANNOVERS ÄLTESTEN EINBRECHER
Das Amtsgericht Hannover hat den 75 Jahre alten Angeklagten wegen versuchten gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls zu 1 Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.
Nach Feststellung des Gerichts hat der Angeklagte am 12.9.2012 um 2.45 Uhr mit einem Brecheisen die Tür zu einem Friseurgeschäft in der Lister Meile aufgebrochen, um dort stehlenswerte Gegenstände zu erbeuten. Die Tat wurde aufgrund des Einschreitens eines Zeugen nicht vollendet. Das Amtsgericht stellte fest, "dass es für die Allgemeinheit unerträglich ist, dass jemand mit einer derart hohen kriminellen Energie auf den Straßen herumläuft". Der Angeklagte hat in der Vergangenheit bereits über 30 Jahre im Gefängnis gesessen, der Zentralregisterauszug enthält 24 Verurteilungen, die erste Verurteilung erfolgte 1953. Ein Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr wurde aufrecht erhalten, da ansonsten vor Haftantritt mit weiteren Straftaten zu rechnen sei. Der Angeklagte wird, da er noch eine andere Haftstrafe zu verbüßen hat, erst mit 77,5 Jahren entlassen werden. Aufgrund der Vielzahl an Vorverurteilungen ist eine vorzeitige Entlassung nicht denkbar.

Quelle: Amtsgericht Hannover - PM vom 18.12.2012 von 18.12.2012
http://www.amtsgericht-hannover.niedersachsen.de/ Externer Link
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