Agenturrecht / Internetrecht / Nordrhein-Westfalen /
Artikelnummer: 12121629
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HAFTUNG FÜR FREMDE INHALTE IM INLINEFRAME
Wer auf seiner Internetseite durch einen Link auf die in einem Frame sichtbaren Inhalte einer fremden Seite verweist, macht diese mangels kontrollierter Bereithaltung in der eigenen Zugriffssphäre nicht öffentlich zugänglich. Dies hat das Oberlandesgericht Köln entschieden.
In Betracht kommt nach der Entscheidung der Kölner Richter jedoch eine Haftung als Störer, wenn dem Linksetzer angesichts rechtsverletzender Inhalte der fremden Seite eine Einwirkung auf deren Betreiber oder ein Abschalten des Links zuzumuten ist. Die Inanspruchnahme des Linksetzers als Störer könne jedoch dann rechtsmissbräuchlich sein, wenn der Verletzte den unmittelbaren Rechtsverletzer bereits erfolgreich in Anspruch genommen hat und deshalb über effektivere Mittel zur Unterbindung weiterer Verstöße verfügt als der Störer.

Quelle: Oberlandesgericht Köln - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank JurPC von 14.09.2012
http://www.jurpc.de Externer Link
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