Arbeitsrecht / Handels- und Gesellschaftsrecht / Insolvenzrecht & Zwangsvollstreckung / Niedersachsen / Sozialrecht / Strafrecht /
Artikelnummer: 12111130
Trennlinien
VERFAHREN GEGEN GESCHÄFTSFÜHRER DER HAVANNA LOUNGE WIRD FORTGESETZT
Das Amtsgericht Hannover verhandelt über insgesamt 99 Straftaten. Dem Angeklagten Jens K. werden davon 93, dessen Vater, dem Angeklagten Jürgen K. 90 Straftaten und dem Angeklagten Andreas K. 34 Straftaten vorgeworfen. Ihnen wird zur Last gelegt, in 86 Fällen Sozialversicherungsbeiträge nicht gezahlt und falsche Angaben bei der Sozialversicherung getätigt, in 7 Fällen einen Betrug und in weiteren 3 Fällen eine Unterschlagung begangen zu haben. Außerdem gibt es den Vorwurf der Insolvenzverschleppung in 3 Fällen. Als Tatzeitraum gilt Februar 2007 bis April 2009.
Die Angeklagten sollen den Sozialversicherungsträgern durch Nicht-/ oder Falschanmeldungen verschiedener Arbeitnehmer in wechselnder Tatbeteiligung insgesamt 36.344,26 € vorenthalten haben. Darüber hinaus sollen sie gemeinsam eine rechtzeitige Insolvenzanmeldung für die Firma „Arena Catering GmbH service & more" unterlassen haben, obwohl die Zahlungsunfähigkeit bereits festgestanden haben soll.Der gleiche Tatvorwurf gilt für die Angeklagten zu Jürgen K. und Jens. K. in Bezug auf die Firmen „H.L. Catering GmbH service & more" (Zahlungsunfähigkeit zum 30.9.2008) und „Havanna Lounge Business Club GmbH" (Zahlungsunfähigkeit zum 6.4.2009). Darüber hinaus wird den Angeklagten vorgeworfen, bei Lieferanten Leistungen bezogen, aber nicht bezahlt zu haben. Der Angeklagte Jens K. soll außerdem eine Brauerei unter Abtretung der Mitgliedsbeiträge der Havanna Lounge dazu gebracht haben, ihm ein Darlehen von 50.000 € zu gewähren, danach aber die Mitglieder aufgefordert haben, die Beiträge auf ein anderes Konto zu überweisen, so dass die Gläubigerin keinen Zugriff auf das Geld bekam. Auch wird ihm zur Last gelegt, im April 2009 trotz des Wissens um den gekündigten Mietvertrag an einen Kunden noch Logenplätze verkauft zu haben. Weiterhin soll der Angeklagte Jürgen K. dem Angeklagten Jens K. im März 2008 40.000 € von einem Geschäftskonto überwiesen haben, obwohl der Angeklagte Jens K. keinen Anspruch darauf hatte.

Quelle: Amtsgericht Hannover - PM vom 25.10.2012 von 09.11.2012
http://www.amtsgericht-hannover.niedersachsen.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben