Gewerblicher Rechtsschutz /
Artikelnummer: 12111117
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DER 'ABENSBERGER SPARGEL' IST KÜNFTIG DURCH EIN EU-GÜTESIEGEL GESCHÜTZT
Die Europäische Kommission hat für die regionale Spezialität aus Bayern das Gütezeichen „geschützte geografische Angabe (g.g.A.)“ vergeben.
Bei einer g.g.A. muss mindestens eine der Produktionsstufen – also Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung – im Herkunftsgebiet durchlaufen werden. Als „Abensberger Spargel“ oder „Abensberger Qualitätsspargel“ darf künftig also nur noch Spargel bezeichnet werden, der aus dem Sandgürtel zwischen Siegenburg, Neustadt an der Donau, Abensberg und Langquaid im Landkreis Kelheim stammt. Die Gegend ist wegen der Boden- und Klimabedingungen hervorragend zum Spargelanbau geeignet. So weist die Anbauregion mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,8 °C und einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von 703 mm gute klimatische Grundbedingungen für den Spargelanbau auf. Gleichzeitig sind die Böden in der Regel mineralstoffreicher als in anderen bekannten Spargelanbaugebieten Deutschlands. Der Geschmack des „Abensberger Spargels“ ist gekennzeichnet durch sein typisch kräftiges, würziges Aroma. Wie aus einer frühen Darstellung hervorgeht, wird vermutlich bereits seit 1730 Spargel in der Region Abensberg angebaut. In der Europäischen Union können Herkunftsbezeichnungen bei Lebensmitteln und Agrarprodukten EU-weit gegen missbräuchliche Nutzung geschützt werden. Die Liste umfasst inzwischen über 1000 Produkte. Weitere Lebensmittel aus Bayern mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung sind unter anderen der „Allgäuer Bergkäse“, das „Bayerische Bier“ und die „Nürnberger Bratwürste“.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 08.11.2012 von 08.11.2012
http://ec.europa.eu/deutschland/ Externer Link
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