Allgemeine Information / Anlegerschutz / Miet- und Wohnungseigentumrecht /
Artikelnummer: 12110405
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KOSTENBERECHNUNG EINES NOTARS WEGEN PFLICHTVERSTÖßEN BEI DER BEURKUNDUNG EINES WOHNUNGSKAUFVERTRAGES AUFGEHOBEN
Wegen unrichtiger Sachbehandlung hat das Landgericht Berlin die Kostenberechnung eines Notars für die Beurkundung eines Wohnungskaufvertrages aufgehoben. Der Notar habe bei der Beurkundung gegen seine rechtlichen Pflichten verstoßen.
Dies führe zur Nichterhebung der im Verfahren geltend gemachten Kosten. In seinem Beschluss beanstandet das Landgericht einen Verstoß gegen die Pflicht des Notars, dem Verbraucher den Text des beabsichtigten Rechtsgeschäftes zwei Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung zu stellen. Zudem habe der Notar keine hinreichenden Gründe für die nur ausnahmsweise zulässige Aufspaltung des Vertrages in getrennt zu beurkundenden Angebots- und Annahmeerklärungen genannt. Schließlich seien weitere Prüfungs- und Belehrungspflichten nicht eingehalten worden.

Quelle: Landgericht Berlin - PM 13/2012 vom 14.03.2012 von 02.03.2012
http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/landgericht/ Externer Link
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