Bau- und Architektenrecht / Berlin / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 12092911
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KEIN BAUSTOPP AM LEIPZIGER PLATZ
Das geplante Einkaufszentrum auf dem Grundstück des ehemaligen Wertheimkaufhauses am Leipziger Platz darf weiter gebaut werden. Das Verwaltungsgericht Berlin hat einen Eilantrag der Eigentümerin von Nachbargrundstücken auf Erlass eines Baustopps zurückgewiesen.
Die Nachbarin war der Meinung, dass der von dem Einkaufszentrum angezogene Zu- und Abfahrtverkehr für die Nachbarn unzumutbar sei. Für die geplante Verkaufsfläche von 36.000 m² seien nicht genügend Stellplätze vorhanden. Daher seien erheblicher Parksuchverkehr und Staus in der Voßstraße zu befürchten. Zusammen mit dem geplanten zweiten Einkaufszentrum entlang der Wilhelmsstraße 95/96 entstehe ein „Megacenter“, das noch größere und nicht mehr hinnehmbare Verkehrsbelastungen verursache. Dem ist das Verwaltungsgericht Berlin nicht gefolgt. Die von der Nachbarin vorlegten Verkehrs- und Lärmgutachten könnten eine Rücksichtlosigkeit des Bauvorhabens gegenüber den Nachbarn nicht belegen. Die maßgeblichen Grenz- und Richtwerte für den Lärmschutz würden eingehalten. Die Nachbarn müssten hier höhere Lärmwerte hinnehmen, was auf der Lage der Wohnbebauung an der Grenze zu Kerngebieten in exponierter Innenstadtlage beruhe. Eine Gesamtbetrachtung beider Einkaufszentren sei nicht vorzunehmen. Außerdem werde das zweite Einkaufzentrum über die Wilhelmstraße nahe der Leipziger Straße und nicht über die Voßstraße erschlossen.

Quelle: Verwaltungsgericht Berlin - PM 42/2012 vom 28.09.2012 von 27.09.2012
http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/vg/ Externer Link
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