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Artikelnummer: 12092902
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ZWEITES KAPITALMUSTERVERFAHREN VOR DEM OBERLANDESGERICHT FRANKFURT AM MAIN GEGEN DIE DEUTSCHE TELEKOM AG
Das Landgericht Frankfurt am Main hat dem Oberlandesgericht mehrere Schadensersatzklagen gegen die Deutsche Telekom AG zur Herbeiführung eines Musterentscheids nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) vorgelegt.
Die Kläger sind Anleger, die im Rahmen des sog. 2. Börsengangs der Deutschen Telekom AG im Jahr 1999 eine unterschiedliche Anzahl von Aktien erwarben. Die Entwicklung der Telekom-Aktie nahm nicht den allgemein erwarteten bzw. gewünschten Verlauf und wurde schon nach kurzer Zeit unter dem Emissionspreis notiert. Die klagenden Anleger verlangen von der beklagten Telekom AG Schadensersatz mit der Begründung, der Verkaufsprospekt der Deutschen Telekom AG aus Juni 1999, auf das sie ihre Anlageentscheidung gestützt hätte, sei in mehreren Punkten fehlerhaft gewesen. Von dem Vorlagebeschluss des Landgerichts ist eine dreistellige Anzahl klagender Anleger betroffen. Im Musterverfahren soll u.a. festgestellt werden, ob die Angaben der Telekom im Prospekt zu Immobilienbewertungen fehlen oder falsch sind und ob die wirtschaftliche Situation der Beklagten unrichtig bzw. unvollständig dargestellt ist. Das Oberlandesgericht hat zwischenzeitlich den Musterkläger bestimmt und Verhandlungstermin bestimmt auf Mittwoch, den 28.11.2012. Vorausgegangen war die Verhandlung und Entscheidung im 1. Kapitalmusterverfahren gegen die Deutsche Telekom AG, das erstmals im Jahr 2008 verhandelt und durch den Musterentscheid vom 16.5.2012 beendet wurde.

Quelle: Oberlandesgericht Frankfurt am Main - PM vom 31.08.2012 von 28.11.2012
http://www.olg-frankfurt.justiz.hessen.de/ Externer Link
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