Hamburg / Strafrecht / Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 12082649
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SCHWERER VERKEHRSUNFALL IN HAMBURG-TONNDORF - HAUPTVERHANDLUNG GEGEN FAHRER EINES FEUERWEHRFAHRZEUGS VOR DEM LANDGERICHT HAMBURG
Derzeit findet vor dem Landgericht Hamburg die Hauptverhandlung gegen den Fahrer eines Feuerwehrfahrzeugs statt, das am 06.07.2011 an einem schweren Verkehrsunfall in Hamburg-Tonndorf beteiligt war.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-jährigen Angeklagten fahrlässige Tötung in zwei Fällen sowie fahrlässige Körperverletzung in 23 Fällen vor. Der Angeklagte soll als Fahrer eines im Einsatz befindlichen Feuerwehrfahrzeugs am 06.07.2011 fahrlässig einen schweren Verkehrsunfall mit einem Linienbus verursacht haben, in dessen Folge zwei Menschen starben und weitere 23 Fahrzeuginsassen zum Teil schwer verletzt wurden. Zur Kollision der Fahrzeuge kam es im Einmündungsbereich der Busausfahrt des Bahnhofs Tonndorf in die Stein-Hardenberg-Straße. Der Angeklagte soll bei roter Ampel mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h in den Kreuzungsbereich eingefahren sein. Dort kam es zum Zusammenstoß mit dem in die Kreuzung einfahrenden Bus. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte das Martinshorn nicht rechtzeitig einschaltet und zudem nicht ausreichend darauf geachtet habe, ob die Einfahrt in die Kreuzung trotz roter Ampel gefahrlos möglich war.

Quelle: Landgericht Hamburg - PM vom 08.08.2012 von 13.08.2012
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