Bau- und Architektenrecht / Hessen / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 12082621
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HUBSCHRAUBERLANDEPLATZ DES ROTES-KREUZ-KRANKENHAUSES BLEIBT
Das Verwaltungsgericht Kassel hat die Klage eines Ehepaars abgewiesen, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rotes-Kreuz-Krankhaus in Kassel wohnt. Es hatte sich gegen den Betrieb des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Dach im westlichen Teil des Krankenhauses an der Virchowstraße zur Wehr setzt.
Bereits im Januar 1975 war die Genehmigung zur Anlage und zum Betrieb eines Hubschrauberlandeplatzes auf dem Dach der Klinik erteilt worden. Aufgrund neuer Allgemeiner Verwaltungsvorschriften für die Anlage und den Betrieb von Hubschrauberlandeplätzen erfolgten am 15.10.2009 und 23.03.2011 Anpassungen dieser Genehmigung an die neuen Vorschriften. Gegen diese beiden Genehmigungsänderungen haben die Eheleute Klage erhoben. Das Verwaltungsgericht hatte einen Antrag der Eheleute auf vorläufigen Rechtsschutz bereits im Eilverfahren mit Beschluss vom 24.02.2012 abgelehnt. Das Verwaltungsgericht Kassel hat seine Auffassung bestätigt, dass die klagenden Nachbarn durch die Genehmigungsänderungen in ihren Rechten gar nicht verletzt sein können. Diese Änderungen ließen weder erstmalig einen Flugbetrieb zu noch werde eine wesentliche Änderung oder Erweiterung des bereits 1975 zugelassenen Flugbetriebs genehmigt. Das Interesse der klagenden Nachbarn, vor Lärm- und Geruchsimmissionen durch den Flugbetrieb verschont zu bleiben, habe vor den Änderungen der Genehmigung daher nicht erneut berücksichtigt werden müssen. Insbesondere die von den Klägern beanstandete Stationierung der Hubschrauber (am Tage), die beanstandeten Übungsflüge der Piloten und die Flüge morgens und abends vom Krankenhaus zum Hangar in Fuldatal hat es bereits in der Vergangenheit gegeben. Aufgrund der Genehmigung aus dem Jahre 1975 sei dies auch zulässig gewesen.

Quelle: Verwaltungsgericht Kassel - PM 11/2012 vom 22.08.2012 von 22.08.2012
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