Baden-Württemberg / Handels- und Gesellschaftsrecht / Strafrecht /
Artikelnummer: 12081238
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BEGINN DER HAUPTVERHANDLUNG IM VERFAHREN GEGEN VERANTWORTLICHE VON PORSCHE WEGEN DES VORWURFS DES KREDITBETRUGS
Das Landgericht Stuttgart hat das Hauptverfahren gegen drei Männer im Alter von 45, 56 und 61 Jahren aus dem Leitungs- bzw. Finanzbereich der Porsche Automobil Holding SE (im Folgenden: Porsche) eröffnet und die Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart in unveränderter Form zugelassen.
Den drei Angeklagten wird vorgeworfen, gegenüber einer Bank unrichtige Angaben im Rahmen von Verhandlungen über einen im März 2009 abgeschlossenen Anschlusskonsortialkredit, an dem diese Bank mit 500 Millionen Euro beteiligt gewesen sein soll, gemacht zu haben. Die Angeklagten sollen dabei den Netto-Liquiditätsbedarf, der sich bei der Ausübung der von Porsche gehaltenen Kaufoptionen auf VW-Stammaktien ergäbe, um etwa 1,4 Milliarden Euro zu niedrig angegeben haben. Des Weiteren sollen die Angeklagten in ihrer Erklärung rund 45 Millionen von Porsche veräußerte Verkaufsoptionen auf Stammaktien der Volkswagen AG verschwiegen haben. Den Angeklagten sei nach der Anklage bewusst gewesen, dass diese Angaben unrichtig und für eine Kreditvergabeentscheidung erheblich gewesen seien. Der Anklagevorwurf lautet auf gemeinschaftlichen Kreditbetrug.

Quelle: Landgericht Stuttgart - PM vom 09.08.2012 von 18.06.2012
http://www.landgericht-stuttgart.de/ Externer Link
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