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Artikelnummer: 12081222
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WUCHERVORWURF GEGEN SCHLÜSSELDIENSTINHABER
Das Amtsgericht Hannover verhandelt derzeit gegen den 26-jährigen Inhaber eines Schlüsseldienstes wegen des Vorwurfs des Wuchers.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Dezember 2011 für das nicht einmal einminütige Öffnen einer Wohnungstür in Hannover über 300,- Euro in Rechnung gestellt zu haben. Auch unter Berücksichtigung eines Sonntagszuschlages seien maximal 100,- Euro angemessen gewesen. Dabei habe sich der Angeklagte zu Nutze gemacht, dass der Wohnungsinhaber bei winterlichen Temperaturen nirgendwo anders unterkommen konnte und nicht über die Rufnummer eines anderen Schlüsseldienstes verfügt habe. Den Tatbestand des Wuchers verwirklicht, wer die Zwangslage, die Unerfahrenheit, den Mangel an Urteilsvermögen oder die Willensschwäche eines anderen dadurch ausbeutet, dass er sich Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zur erbrachten Leistung stehen. Wucher wird mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft.

Quelle: Amtsgericht Hannover - PM vom 07.08.2012 von 23.08.2012
http://www.amtsgericht-hannover.niedersachsen.de Externer Link
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