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Artikelnummer: 12072221
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ANKLAGE GEGEN VERANTWORTLICHE VON PORSCHE WEGEN KREDITBETRUGS ERHOBEN. ERMITTLUNGEN WEGEN VERDACHTS DER INFORMATIONSGESTÜTZTEN MARKTMANIPULATION UND DER UNTREUE DAUERN AN.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen drei Verantwortliche aus dem Finanzbereich der Porsche Automobil Holding SE (im Folgenden: Porsche) wegen des Verdachts des Kreditbetruges Anklage zum Landgericht Stuttgart erhoben. Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, im Rahmen der Verhandlungen über eine Anschlussfinanzierung für den im März 2009 zur Rückzahlung fälligen 10-Mrd.-Euro-Kredit gegenüber einem der beteiligten Kreditinstitute unrichtige Angaben über die von Porsche gehaltenen Optionen auf VW-Stammaktien gemacht zu haben.
Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Stuttgart haben die Angeschuldigten in einer vom Kreditinstitut angeforderten schriftlichen Erklärung den Liquiditätsbedarf, der mit der Ausübung sämtlicher von Porsche gehaltener Kaufoptionen auf VW-Stammaktien verbunden gewesen wäre, um rund 1,4 Mrd. € zu niedrig angegeben. Weiterhin haben sie in der Erklärung rund 45 Mio. von Porsche verkaufte Verkaufsoptionen (sog. short-put-Position) auf VW-Stammaktien verschwiegen. Das Landgericht Stuttgart hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Anberaumung der Verhandlungstermine zu entscheiden. Die Ermittlungen zu den gegen die ehemaligen Vorstände von Porsche gerichteten Vorwürfe der informationsgestützten Marktmanipulation sowie der Untreue dauern weiterhin an.

Quelle: Staatsanwaltschaft Stuttgart - PM vom 06.03.2012 von 06.03.2012
http://www.staatsanwaltschaft-stuttgart.de/ Externer Link
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