Berlin / Medizinrecht /
Artikelnummer: 12070817
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AUCH NEUE DUOGYNON-KLAGE WEGEN VERJÄHRUNG ABGEWIESEN
Auch im zweiten Anlauf ist ein Kläger vor dem Landgericht Berlin mit dem Versuch gescheitert, die Rechtsnachfolgerin der Herstellerfirma des Medikamentes Duogynon für Gesundheitsschäden durch dieses Medikament in die Haftung zu nehmen. Das Landgericht Berlin hat die auf Zahlung von Schmerzensgeld und Feststellung einer weitergehenden Haftung gerichtete Klage abgewiesen. Mögliche Ansprüche des Klägers seien verjährt.
Der Kläger verlangt von der Rechtsnachfolgerin des Medikamentenherstellers Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 50.000,- EUR mit der Behauptung, er sei vorgeburtlich gesundheitlich dadurch geschädigt worden, dass seine Mutter das Medikament zur Feststellung einer Schwangerschaft eingenommen habe. Ferner begehrt er gerichtliche Feststellung einer Haftung für jegliche weiteren Schäden, die er durch Duogynon erlitten habe. Das Landgericht hat im vergangenen Jahr eine Auskunftsklage desselben Klägers gegen dieselbe Beklagte abgewiesen. Mit dieser Klage wollte er zur Vorbereitung einer Schadensersatzklage Auskünfte über bekannte Wirkungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Duogynon erlangen. Das Landgericht hat die Klage abgewiesen mit der Begründung, mögliche Schadensersatzansprüche des Klägers seien verjährt. Deswegen sei der vorgelagerten Auskunftsklage die Grundlage entzogen. Das Kammergericht hat die Berufung gegen dieses Urteil als unzulässig verworfen.

Quelle: Landgericht Berlin - PM 44/2012 vom 05.07.2012 von 05.07.2012
http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/landgericht/ Externer Link
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