Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 12051329
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URTEIL WEGEN VERUNTREUUNG VON SPENDENGELDERN RECHTSKRÄFTIG
Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Lüneburg vom 27.09.2011 als unbegründet verworfen, weil ein Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten nicht festzustellen sei. Damit ist das Urteil rechtskräftig.
Das Landgericht Lüneburg hatte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt, weil er in erheblichem Umfang Spenden für den von ihm gegründeten Verein "Kinder in Not" eingesammelt, aber den bei weitem größten Teil des Geldes für sich selbst verbraucht hatte. Außerdem befand das Gericht den Angeklagten für schuldig, in einer eidesstattlichen Versicherung falsche Angaben über seine Vermögensverhältnisse gemacht zu haben. Das Verfahren vor dem Landgericht Lüneburg hatte einen bundesweites Medienecho ausgelöst und zu einer Diskussion über eine bessere Kontrolle bei der Verwendung von Spendengeldern geführt. Der Bundesgerichtshof hat jetzt die Verurteilung wegen Untreue in 40 Fällen bestätigt. Soweit der Angeklagte darüber hinaus wegen Abgabe einer falschen Versicherung an Eides statt verurteilt worden war, wurde das Verfahren eingestellt, weil dieser Vorwurf im Hinblick auf die Verurteilung wegen Untreue nicht ins Gewicht falle. Dementsprechend bestätigte der Bundesgerichtshof im Ergebnis die vom Landgericht Lüneburg verhängte Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten

Quelle: Landgericht Lüneburg - PM vom 03.05.2012 von 27.09.2011
http://www.landgericht-lueneburg.niedersachsen.de/ Externer Link
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