Agenturrecht / Nordrhein-Westfalen / Urheber- und Medienrecht / Veranstaltungsrecht /
Artikelnummer: 12042934
Trennlinien
LANDGERICHT KÖLN UNTERBREITET VERGLEICHSVORSCHLAG IN SACHEN JAUCH GEGEN SKL SÜDDEUTSCHE KLASSENLOTTERIE
Das Landgerichts Köln hat in dem Rechtsstreit des Fernsehmoderators Günther Jauch gegen die Süddeutsche Klassenlotterie den Parteien einen Vergleichsvorschlag unterbreitet und eine vorläufige Bewertung der Rechtslage mitgeteilt.
Nach dieser vorläufigen Bewertung der Kölner Richter war die beklagte Lottogesellschaft nicht berechtigt, die Bilder des klagenden Jauch nach Auslaufen des Kooperationsvertrags zu Werbezwecken zu nutzen und muss diese Nutzung deshalb vergüten. Das Landgericht hat daher angeregt, dass die beklagte Lottogesellschaft im Wege der gütlichen Einigung einen Betrag zwischen 450.000,00 € und 500.000,00 € an den Günther Jauch zahlt und so der Rechtsstreit beigelegt wird. Die Parteien können nun zu diesem Vorschlag und der Rechtsauffassung des Gerichts Stellung nehmen, bevor der Rechtsstreit fortgesetzt wird. Die abschließende Würdigung der Sach- und Rechtslage bleibt einem - ggf. zu einem späteren Zeitpunkt ergehenden - Urteil vorbehalten. Weiter haben die Richter zu erkennen gegeben, dass die beklagte Lottogesellschaft nach derzeitigem Stand von dem klagenden Fernsehmoderator auch kein Honorar zurückverlangen könne, weil eine Staffel der SKL-Show im Jahr 2008 ausfiel. Dieser Ausfall kam dadurch zustande, dass die Niedersächsische Landesmedienanstalt Bedenken gegen die Show wegen Vereinbarkeit mit dem damals geltenden Glücksspielstaatsvertrag angemeldet hatte. Nach derzeitiger Einschätzung des Gerichts fiel dieses Risiko unter Berücksichtigung des Moderationsvertrags jedoch in den Bereich der Beklagten und mindert nicht den Honoraranspruch des Herrn Jauch.

Quelle: Landgericht Köln - PM 3/12 vom 05.04.2012 von 04.04.2012
http://www.lg-koeln.nrw.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben