EDV-Recht / Informationstechnologierecht / Internetrecht / Verbraucherschutz /
Artikelnummer: 12040837
Trennlinien
BSI WEIST AUF NEUE ERPRESSUNGSVARIANTE DURCH SCHADSOFTWARE HIN
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist darauf hin, dass derzeit eine neue Variante einer bereits seit 2011 bekannten Schadsoftware im Umlauf ist, mit der Online-Kriminelle versuchen, Geld von PC-Besitzern zu erpressen.
Die Schadsoftware sperrt die betroffenen Systeme und fordert die Nutzer in einer Einblendung auf, einen Geldbetrag zu entrichten, da mit dem Rechner angeblich illegale Raubkopien heruntergeladen wurden. Enthielten frühere Varianten der Schadsoftware beispielsweise die Logos des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei, der GEMA oder verschiedener Softwareunternehmen, so nutzt die neue Variante missbräuchlich die Logos des BSI und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU). Damit soll der Eindruck erweckt werden, die beiden Einrichtung seien die Absender der Meldung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist nicht der Absender dieser Meldung. Auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. hat in einer eigenen Pressemeldung darauf hingewiesen, nicht der Absender der Meldung zu sein. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät allen Betroffenen, die geforderte Gebühr unter keinen Umständen zu bezahlen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat die Hersteller von Antivirenprogrammen informiert und diese werden schnellstmöglich entsprechende Virensignaturen und ggf. Bereinigungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik - PM vom 20.03.2012 von 20.03.2012
https://www.bsi.bund.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben