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Artikelnummer: 12040803
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STRAFVERFAHREN GEGEN TOBIAS FRIEDRICH BO. UND MARKUS CHRISTOPH ST. WEGEN MARKTMANIPULATION U.A.
Das Landgericht München I hat nach einer vorausgegangenen Verständigung der Prozessbeteiligten (§ 257 c StPO) das Urteil verkündet:
Der Angeklagte Tobias Friedrich Bo. (41) wurde wegen Marktmanipulation in 47 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und zu einer Gesamtgeldstrafe von 180 Tagessätzen á 150.- Euro verurteilt. Gegen ihn wurde ferner der Verfall von Wertersatz in Höhe von 100.000 Euro angeordnet. Der Angeklagte Markus Christoph St. (42) wurde wegen Marktmanipulation in 2 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen á 200.- Euro verurteilt. Gegen ihn wurde ferner der Verfall von Wertersatz in Höhe von 60.000 Euro angeordnet. Die Haftbefehle und die Arrestbefehle wurden jeweils aufgehoben. Zur Begründung hat das Landgericht München I im Wesentlichen Folgendes ausgeführt: Auf der Grundlage der durch die Beweisaufnahme bestätigten, glaubhaften Geständnisse der Angeklagten seien sie zu verurteilen, wie geschehen. Bei der Strafzumessung seien im Wesentlichen die von Reue und Schuldeinsicht getragenen Geständnisse zu berücksichtigen gewesen sowie der Umstand, dass die Taten schon längere Zeit zurückliegen und beide Angeklagte einige Zeit in Untersuchungshaft waren.

Quelle: Oberlandesgericht München - PM vom 20.03.2012 von 20.03.2012
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/m/ Externer Link
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