Bayern / Strafrecht /
Artikelnummer: 12040127
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ÜBERFALL AUF SCHLECKER-FILIALE: SCHMERZENSGELD UND SCHADENERSATZ?
Am 13. März 2010 versuchte ein 52-jähriger Rheinländer erfolglos eine Filiale der zwischenzeitlich insolventen Firma Schlecker in Höchstadt an der Aisch zu berauben. Jetzt fordert eine der Mitarbeiterinnen, die als Kassiererin Opfer der Straftat wurde, etwa 22.000.- € Schmerzensgeld und Schadenersatz. Das Landgericht Nürnberg-Fürth wird über diese Klageforderung verhandeln.
Der beklagte Täter, der bei dem Überfall keine Beute machte, wurde vom Landgericht Nürnberg-Fürth bereits im Jahr 2011 wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Er verbüßt derzeit seine Strafe und soll zu diesem Termin aus der Justizvollzugsanstalt vorgeführt werden. Er bestreitet, der klagenden Mitarbeiterin bei der Tatbegehung ein Messer an die Rippen gedrückt und diese so bedroht zu haben. Er stellt ferner die von der Kassiererin vorgetragenen erheblichen psychischen Folgeprobleme, wie z. B. eine posttraumatische Belastungsstörung, in Abrede.

Quelle: Landgericht Nürnberg-Fürth - PM 6/12 vom 09.03.2012 von 13.03.2012
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/ Externer Link
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