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Artikelnummer: 12031815
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STRAFVERFAHREN GEGEN PETER E. WEGEN BESTECHUNG IM GESCHÄFTLICHEN VERKEHR (MAN) BEENDET
In dem Strafverfahren gegen den Angeklagten Peter E. (55) wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr hat das Landgericht München I das Urteil verkündet. Der Angeklagte Peter E. wurde wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr in 5 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 1 Jahr 4 Monaten verurteilt, deren Vollstreckung für die Dauer von 3 Jahren zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dem Angeklagten wurde auferlegt, an vier bestimmte gemeinnützige Organisationen jeweils 10.000 Euro, also insgesamt eine Bewährungsauflage von 40.000 Euro, zu bezahlen.
Auf der Grundlage der abgegebenen Erklärungen des Angeklagten sowie der durchgeführten Beweisaufnahme sieht das Landgericht den angeklagten Sachverhalt als erwiesen an. Die Münchener Richter haben bei der Strafzumessung berücksichtigt, dass der Angeklagte sich hochgearbeitet und in der Firma bestehende korrupte Strukturen vorgefunden, diese dann allerdings auch übernommen hat. Strafmildernd sei in erster Linie das von Reue- und Schuldeinsicht getragene Geständnis des nicht vorbestraften Angeklagten, der sich auch nicht persönlich bereichert hat, zu berücksichtigen. Der Angeklagte, der von Anfang an mit den Ermittlungsbehörden kooperiert hat, hatte in Folge des Ermittlungsverfahrens auch berufliche Konsequenzen zu tragen. Die Taten liegen mittlerweile lange zurück, erstreckten sich allerdings auch über einen längeren Zeitraum. In dieser Zeit sind der Firma durch die Zahlung von Bestechungsgeldern erhebliche Schäden (laut Anklage knapp 360.000 Euro) entstanden.

Quelle: Oberlandesgericht München - PM vom 14.03.2012 von 14.03.2012
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/m/ Externer Link
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