Niedersachsen / Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 12030439
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AUTOFAHRT DURCH EINEN TEICH MIT EINEM ANGEMIETETEN BMW X 3 KOSTET DEN BEKLAGTEN 4.000,- €
Die Parteien des gestern verhandelten Rechtsstreits vor dem Landgericht Osnabrück haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Der aus Nordhorn stammende Beklagte zahlt 4.000,- € an den klagenden Mietwagenanbieter. Sixt hatte mit der Klage Schadensersatz dafür verlangt, dass der beklagte Fahrzeugmieter mit dem Auto einen Teich durchfuhr und es dadurch zu einem kapitalen Motorschaden kam.
Der beklagte Fahrer mietete bei Sixt einen BMW X 3 als Mietfahrzeug für ein langes Wochenende mit einer Haftungsfreistellung. Mit dem sportlichen Geländewagen durchquerte der beklagte Fahrer in Vechta einen Teich. Dabei saugte der Motor statt Luft Wasser an und es kam zu einem kapitalen Motorschaden. Das Fahrzeug blieb noch im Teich stehen. Der beklagte Fahrer behauptet, dass es für ihn überraschend gewesen sei, dass der Motor ausging. Schließlich fahre BMW mit diesem Fahrzeug in Werbespots auch durch Wasser. Die klagende Fahrzeugvermieterin hält das Verhalten des Beklagten für grob fahrlässig, weil er abseits befestigter Straßen nicht hätte fahren dürfen und sich nicht vorher von der Gewässertiefe überzeugt hat. Sixt hat mit der Teilklage zunächst nur den hälftigen Schaden geltend gemacht. Von dem Gesamtschaden in Höhe von 10.210,- € zahlt der beklagte Fahrer nun aufgrund des Vergleichs 4.000,- € an Sixt. Diese verzichtet im Gegenzug auf die Erstattung des weiteren Schadens. Die Kosten des Gerichts und der Anwälte wurden gequotelt: 40 % trägt Sixt und 60 % trägt der beklagte Fahrer. Wenn Sixt diesen Vergleich nicht widerruft, ist der Rechtsstreit aufgrund des Vergleichs endgültig beigelegt. Dann muss der Richter kein Urteil mehr fällen.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 21/12 vom 22.02.2012 von 22.02.2012
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de Externer Link
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