Niedersachsen / Strafrecht / Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 12021943
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SCHWURGERICHT VERHANDELT VERSUCHTEN MORD WEGEN STEINWÜRFEN VON EINER BRÜCKE IN NORDHORN
Das Landgericht Osnabrück verhandelt derzeit in einer Strafsache gegen einen 44-jährigen Angeklagten aus Nordhorn wegen des Verdachts des versuchten Mordes in zwei Fällen, jeweils in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am späten Abend des 16. August 2011 von einer Brücke in Nordhorn auf die unter der Brücke durchführende Bundesstraße in zwei Fällen Steine geworfen zu haben. Bei beiden Würfen soll der Angeklagte in Kauf genommen haben, Verkehrsteilnehmer tödlich zu verletzen. Tatsächlich soll der Angeklagte in beiden Fällen unter ihm entlang fahrende Fahrzeuge getroffen und beschädigt haben. Beide getroffenen Personenkraftwagen konnten laut Anklage kontrolliert abbremsen. Personen sind nicht verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte alkoholbedingt im Zustand erheblich verminderter Steuerungsfähigkeit (Schuldfähigkeit) gehandelt hat. Der Angeklagte ist noch in der Tatnacht festgenommen worden. Zusätzlich muss sich der Angeklagte wegen Brandstiftung in einem Lagerhaus in Emlichheim und wegen Diebstahls aus einem Pkw verantworten.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM vom 31.01.2012 von 01.02.2012
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