Insolvenzrecht & Zwangsvollstreckung / Niedersachsen / Strafrecht / Veranstaltungsrecht /
Artikelnummer: 12021932
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ERMITTLUNGEN IM EWR KOMPLEX EINGESTELLT
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat das Ermittlungsverfahrenbetreffend die Erlebniswelt Weser Renaissance eingestellt.
Das Konzept der „Erlebniswelt Renaissance" sah vor, die entlang der Weser liegende „Renaissancelandschaft" stärker touristisch zu nutzen. Durch die Inszenierung eines „Lebensgefühls Renaissance" an authentischen Orten sollten innovative Angebote geschaffen werden, die sich sowohl von im Trend liegenden Freizeitparks als auch vom puren Sightseeing abgrenzen sollten. Diese Projekte wurden jedoch überwiegend nicht verwirklicht. Durch Beschluss des Amtsgerichts Hameln wurde schließlich am 20.11.2009 über das Vermögen der mit der Projektierung beauftragten EWR Projektentwicklung GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet, nachdem die Gesellschafter am 17.08.2009 Insolvenzantrag gestellt hatten. Bereits im September 2007 waren bei der Staatsanwaltschaft Hannover drei Strafanzeigen gegen Verantwortliche dieser Gesellschaft wegen Verdachts des Bankrotts, des Betruges und der Gläubigerbegünstigung eingegangen. Zudem sind Ermittlungen wegen des Verdachts des Subventionsbetruges und der Untreue geführt worden. Auch gegen Verantwortliche von Geschäftspartnern der EWR GmbH bestand der Verdacht des Betruges. Nach sehr intensiven und aufwändigen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Hannover das Verfahren nunmehr mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Zwar ließen sich teilweise Defizite im Bereich von Vertragsgestaltung und Organisation erkennen, ein strafrechtlich relevantes Verhalten konnte aber keinem der zuletzt noch acht Beschuldigten nachgewiesen werden.

Quelle: Staatsanwaltschaft Hannover - PM vom 24.01.2012 von 24.01.2012
http://www.staatsanwaltschaft-hannover.niedersachsen.de/ Externer Link
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