Anlegerschutz / Bayern / Strafrecht /
Artikelnummer: 12020503
Trennlinien
STRAFVERFAHREN GEGEN STEFAN FI. WEGEN MARKTMANIPULATION U.A.
Das Landgericht München I hat den Angeklagten Stefan Fi. (47) wegen Marktmanipulation in 44 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und zu einer Gesamtgeldstrafe von 330 Tagessätzen á 15 Euro verurteilt.
Das Gericht hat die Vollstreckung der Freiheitsstrafe für die Dauer von 3 Jahren zur Bewährung ausgesetzt und von einer zusätzlichen Geldauflage im Rahmen der Bewährung ebenso abgesehen, wie von einer Verfallserklärung. Der Haftbefehl und der Außervollzugsetzungsbeschluss wurden aufgehoben. Auf der Grundlage des durch die Beweisaufnahme bestätigten, glaubhaften Geständnisses des Angeklagten war er zu verurteilen, wie geschehen. Bei der Strafzumessung war das von Reue und Schuldeinsicht getragene Geständnis zu berücksichtigen. Ferner der Umstand, dass der Angeklagte in einem frühen Verfahrensstadium Angaben gemacht hat, die zur Aufklärung beigetragen haben. Auch war zu berücksichtigen, dass die Taten schon längere Zeit zurückliegen und der Angeklagte keine bleibenden Gewinne erzielen konnte. Nicht dagegen die Dauer des Verfahrens, die vor allem durch die Komplexität der Vorfälle bedingt ist. Andererseits handelt es sich um eine Vielzahl von Straftaten, die der Angeklagte über einen längeren Zeitraum beging.

Quelle: Landgericht München I - PM vom 19.01.2012 von 17.01.2012
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/m/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben