Baden-Württemberg / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 11121845
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ZIVILRECHTSSTREIT ZWISCHEN MANFRED AMERELL UND MICHAEL KEMPTER VOR DEM OBERLANDESGERICHT STUTTGART GÜTLICH DURCH VERGLEICH ERLEDIGT
Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart haben sich Manfred Amerell und Michael Kempter auf einen Vergleich geeinigt, mit dem das Verfahren gütlich beigelegt wurde. Bei dem Rechtsstreit handelte es sich um ein Berufungsverfahren gegen ein Urteil des Landgerichts Hechingen vom 12. Mai 2011. Das Landgericht hatte eine Klage des Manfred Amerell auf Zahlung einer angemessenen Geldentschädigung aus Anlass von Äußerungen des Beklagten u. a. in Interviews in Fernsehen und Zeitungen abgewiesen.
Auf Vorschlag der Stuttgarter Richter konnten sich beide Parteien am Ende der mündlichen Verhandlung auf eine gütliche Streitbeilegung einigen. Kernstück des Vergleichs war eine Erklärung von Michael Kempter mit folgendem Wortlaut: "Ich erkläre hiermit, dass ich die Behauptung gegenüber der Frankfurter Rundschau, bild.de und dem Sportsender Sport 1 vom 22. u. 23.02.2010 dahingehend, dass ich Herrn Amerell meinen entgegen stehenden Willen eindeutig und klar zum Ausdruck gebracht habe, im Hinblick auf sexuelle Kontakte zwischen uns beiden, nicht weiter aufrecht erhalte. Auch wenn ich nach meiner persönlichen Wahrnehmung die Ablehnung sexueller Kontakte von Anfang an zum Ausdruck gebracht zu haben meine, kann ich nicht ausschließen, dass Herr Amerell im Hinblick auf mein Einvernehmen eine andere Wahrnehmung gebildet haben könnte und dass meine Signale hinsichtlich des bei mir fehlenden Willens nach einer körperlichen Beziehung für ihn nicht wahrnehmbar sehr verhalten ausgefallen sein könnten." Weiter haben die Parteien sich wechselseitig verpflichtet, noch anhängige Verfahren bei den Landgerichten Köln und Stuttgart übereinstimmend für erledigt zu erklären.

Quelle: Oberlandesgericht Stuttgart - PM vom 07.12.2011 von 07.12.2011
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