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Artikelnummer: 11121124
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KARTELLRECHT: KOMMISSION PRÜFT VERKAUF VON E-BÜCHERN
Die EU-Kommission hat ein förmliches Prüfverfahren zum Verkauf von E-Büchern eingeleitet. Dabei wird untersucht, ob fünf internationale Verlage, unter anderem die deutsche Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, möglicherweise mit Hilfe von Apple beim Verkauf von E-Büchern gegen EU-Kartellrecht verstoßen haben.
Außerdem prüft die Kommission die Handelsvertreterverträge, die die fünf Verlage Hachette Livre (Frankreich), Harper Collins (USA), Simon & Schuster (USA), Penguin (Großbritannien) und Georg von Holtzbrinck (Deutschland) mit Einzelhändlern für den Absatz von E Büchern geschlossen haben. Die Einleitung eines Kartellverfahrens bedeutet, dass die Kommission den Fall vorrangig behandelt. Dem Ausgang des Verfahrens wird dadurch nicht vorgegriffen. Die Kommission und die britische Wettbewerbsbehörde haben parallel und in enger Abstimmung untersucht, ob Vereinbarungen für den Absatz von E Büchern gegen die Wettbewerbsvorschriften verstoßen. Die Dauer der kartellrechtlichen Untersuchung hängt nun u. a. davon ab, inwieweit die beteiligten Unternehmen mit der Kommission zusammenarbeiten und von ihren Verteidigungsrechten Gebrauch machen.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 06.12.2011 von 06.12.2011
http://ec.europa.eu/deutschland/ Externer Link
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