Arbeitsrecht / Nordrhein-Westfalen / Steuerrecht /
Artikelnummer: 11112014
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KEINE PAUSCHALSTEUER AUF SACHZUWENDUNGEN AN NICHT DER BESTEUERUNG IM INLAND UNTERLIEGENDE EMPFÄNGER
Dies hat das Finanzgericht Düsseldorf bei der Frage, ob Sachzuwendungen zu einem Management-Meeting, bei dem zu 65 % Arbeitnehmer aus Deutschland und zu 35 % Arbeitnehmer ausländischer Tochtergesellschaften teilnahmen, für die Lohnsteuer zu pauschalieren sind.
Das klagende Unternehmen führte ein Management-Meeting durch, bei dem zu 65 % Arbeitnehmer aus Deutschland und zu 35 % Arbeitnehmer ausländischer Tochtergesellschaften teilnahmen. Die hierdurch veranlassten Sachzuwendungen betrugen 124.000 €. Das klagende Unternehmen beantragte die Pauschalierung der hierauf zu zahlenden Lohnsteuer gemäß § 37b Einkommensteuergesetz. Das Finanzamt berechnete die Lohnsteuer unter Einbeziehung der Zuwendungen an die ausländischen Arbeitnehmer. Das Finanzgericht Düsseldorf hat dies als rechtswidrig angesehen. Die Pauschalierung der Lohnsteuer nach § 37b Einkommensteuergesetz bezwecke lediglich eine Vereinfachung der Besteuerung. Einer derartigen Vereinfachung bedürfe es aber nicht, wenn die Zuwendungen nicht zu den im Inland zu besteuernden Einkünften gehörten.

Quelle: Finanzgericht Düsseldorf - PM vom 09.11.2011 von 06.10.2011
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