Gewerblicher Rechtsschutz / Strafrecht /
Artikelnummer: 11111307
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ERFOLGREICHER SCHLAG IM KAMPF GEGEN DEN INTERNATIONALEN HANDEL MIT GEFÄLSCHTEN MEDIKAMENTEN
Im Zusammenhang mit zwei Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Flensburg wegen Verdachts des Betruges, des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz sowie des Verstoßes gegen das Markengesetz hat das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg Wohnungen und Geschäftsräume auf Sylt und Hamburg durchsucht. Dabei wurden umfangreiche Beweismittel (Papierunterlagen, Datenträger und Arzneimittel) sichergestellt.
Dem 68-jährigen Beschuldigten wird vorgeworfen, in den Jahren 2008 und 2009 packungsgefälschte HIV-Arzneimittel aus Südafrika über die Schweiz und Belgien nach Deutschland eingeführt und hier an Pharmagroßhändler weiterverkauft zu haben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die ursprünglich nicht für den deutschen Markt hergestellten Originalarzneimittel neu verpackt und zum höheren europäischen Marktpreis verkauft. Einem Einkaufspreis von 3 Millionen Euro stand dadurch ein Verkaufspreis von 6 Millionen Euro gegenüber. Darüber hinaus steht er im Verdacht, gewerbsmäßig Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport in Verkehr gebracht zu haben.

Quelle: Bundeskriminalamt - PM vom 10.11.2011 von 10.11.2011
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