Energierecht / Verbraucherschutz /
Artikelnummer: 11103001
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SCHLICHTUNGSSTELLE ENERGIE VERMITTELT ZWISCHEN VERBRAUCHERN UND ENERGIEVERSORGERN
Ab dem 1. November 2011 bietet die Schlichtungsstelle Verbrauchern die Möglichkeit, kurzfristig und kostenlos ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren in Anspruch zu nehmen. Dies teilt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit.
Streitigkeiten zwischen Energieversorger und Kunde, etwa über Anbieterwechsel, Bonus- oder Abschlagszahlungen, können derzeit nur in einem Gerichtsverfahren geklärt werden. Solche Verfahren können lange dauern und zu hohen finanziellen Belastungen beider Parteien führen. Eine schnellere und unkomplizierte Alternative soll die künftige Schlichtungsstelle anbieten, um Konflikte zwischen Unternehmen und Verbrauchern schnell zu klären. Die Schlichtungsverfahren sollen in der Regel nicht länger als drei Monaten dauern, die Neutralität der Schlichtungsstelle wird durch einen unabhängigen Ombudsmann gewährleistet. Träger der Schlichtungsstelle Energie ist ein unabhängiger Verein, der am 25. Oktober 2011 von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler seine Anerkennungsurkunde erhielt. Der Verein wird getragen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sowie dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Bundesverband neuer Energieanbieter (bne), die in Kürze beitreten werden. Die Gründung erfolgt auf Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes. Die Schlichtungsstelle finanziert sich über Fallpauschalen, die verursachungsgerecht von den Unternehmen pro Fall getragen werden.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - PM vom 25.10.2011 von 25.10.2011
http://www.bmelv.de Externer Link
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