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Artikelnummer: 11102324
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KINDERSPIELSEITEN IM NETZ VERSTOßEN GEGEN WERBE- UND DATENSCHUTZREGELN
Anbieter von Kinderspielportalen missachten häufig das gesetzlich vorgeschriebene Schutzbedürfnis von Kindern. Die junge Zielgruppe wird umworben, was das Zeug hält. Zudem werden, meist mit Online-Gewinnspielen, umfängliche Daten gesammelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von über 50 Kinderspielseiten des Projekts "Verbraucherrechte in der digitalen Welt", die der Verbraucherzentrale Bundesverband präsentiert hat. In 17 Fällen geht das Projekt gegen die Unternehmen vor und hat Unterlassungsverfahren eingeleitet.
Kinderspielseiten im Internet sind keineswegs rechtsfreie Räume. Klar ist, dass es für die spezielle Usergruppe Kinder spezieller Spielregeln bedarf. Die Grundlagen hierfür sind bereits in gesetzlichen Vorschriften verankert. So sind Kinder bereits heute nach den wettbewerbsrechtlichen Vorschriften besonders schützenswert. Anbieter müssten das besondere Schutzbedürfnis der Kinder im Blick haben. Besonders negativ aufgefallen ist den Projektmitarbeiterinnen die umfängliche Datenerhebung bei Kindern, die an Online-Gewinnspielen teilnehmen. Eine über die E-Mail-Adresse hinausgehende Datenabfrage bei Kindern läuft dem im Datenschutzrecht gesetzlich verankerten Grundsatz der Datenvermeidung und Datensparsamkeit zuwider. Daran halten sich die wenigsten Anbieter.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband - PM vom 20.10.2011 von 20.10.2011
http://www.vzbv.de Externer Link
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