Bau- und Architektenrecht / Niedersachsen / Veranstaltungsrecht /
Artikelnummer: 11102312
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STREIT UM NATURBAD IN HASBERGEN VOR GERICHT
Ein Unternehmen aus Westfalen, das sich auf den Bau von Naturbädern spezialisiert hat, hat den Betreiber des Naturbads Hasbergen auf Zahlung restlichen Werklohns verklagt. Das Unternehmen klagt vor dem Landgericht Osnabrück 13.163,70 € ein.
Im Mai 2006 beauftragte der verklagte Verein das klagende Unternehmen mit der Planung und Errichtung eines Naturschwimmteiches in Hasbergen für über 300.000,- €. Der beklagte Auftraggeber verweigert die Zahlung der aus der Schlussrechnung noch offenen und nun eingeklagten Summe. Der Naturbadbetreiber behauptet, dass das klagende Bauunternehmen mangelhaft gearbeitet habe. Es sei sowohl falscher Schotter als auch falscher Kies eingebaut worden, so dass sich Kies und Schotter jetzt unzulässigerweise vermischten. Der Kies entspreche nicht der erforderlichen Größenordnung und der eingebaute Schotter sei zu spitzkantig, so dass es schon zu Verletzungen von Gästen gekommen sei. Dies werde durch ein außergerichtlich eingeholtes Gutachten bestätigt. Demgegenüber sieht das Bauunternehmen seine Arbeit als vertragsgemäß an. Die Ursache für die Vermischung liege vielmehr darin, dass der Betreiber das Naturbad nur mangelhaft pflege. Zur Pflege gehöre nämlich das regelmäßige Erneuern der Kiesbeläge im Strandbereich sowie das tägliche Harken der Flächen, was der beklagte Bauherr vernachlässigen würde. Das eingebaute Material sei ordnungsgemäß.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 45/11 vom 18.10.2011 von 19.10.2011
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de Externer Link
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