Bau- und Architektenrecht / Energierecht / Niedersachsen / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 11101504
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STREIT UM DIE GENEHMIGUNG VON WINDENERGIEANLAGEN AM MEERBERG IN DER NÄHE VON INGELN (LAATZEN) ERNEUT VOR GERICHT
Verwaltungsgericht Hannover verhandelt erneut über Klage eines Anlagenbetreibers gegen die Region Hannover auf Erteilung eines Vorbescheides für die Errichtung von vier Windenergieanlagen in dem Vorranggebiet "Meerberg II".
Die klagende Anlagenbetreiberin beabsichtigt die Errichtung von vier Windenergieanlagen in einem Gebiet zwischen den Ortschaften Ingeln und Hotteln, das in das Raumordnungsprogramm 2005 der Region Hannover als weiterer Vorrangstandort für Windenergiegewinnung aufgenommen wurde. Östlich davon befindet sich der Windpark Meerberg I mit acht Windenergieanlagen. Die Region Hannover hat die Erteilung eines entsprechenden immissionsschutzrechtlichen Vorbescheides versagt, weil von den vier Anlagen Störungen der in der Nähe gelegenen Navigationsanlage DVOR/DME Leine (sog. Funkfeuer Leine in Sarstedt) zu erwarten seien und eine von der Stadt Laatzen beschlossene Veränderungssperre der Erteilung der Genehmigung entgegen stehe. Darüber hinaus streiten die Beteiligten, ob es ausreicht, wenn nur der Turm der Windenergieanlage, nicht aber auch die vom Rotor überstrichene Fläche in dem Vorranggebiet liegt. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (als Betreiber der Navigationsanlage) und die Stadt Laatzen sind als Beigeladene an dem Verfahren beteiligt. Die Verwaltungsrichter haben über die Klage bereits im Mai diesen Jahres verhandelt, mussten die Verhandlung aber vertagen, weil zu Fragen der Beeinträchtigung der Navigationsanlage noch weiter vorgetragen werden sollte.

Quelle: Verwaltungsgericht Hannover - PM vom 19.09.2011 von 22.09.2011
http://www.verwaltungsgericht-hannover.niedersachsen.de Externer Link
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