Rheinland-Pfalz / Strafrecht /
Artikelnummer: 11100219
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ERMITTLUNGSVERFAHREN GEGEN UNBEKANNT WEGEN DES VORWURFS DER UNTERLASSENEN HILFELEISTUNG IM ZUSAMMENHANG MIT EINEM UNFALL IN KIRCHEN (SIEG) AM 13.07.2011 EINGESTELLT
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Vorwurfs der unterlassenen Hilfeleistung im Zusammenhang mit einem Unfallgeschehen eingestellt.
Aus ungeklärten Gründen kam ein 27-jähriger Mann am 13.07.2011 um 11.50 Uhr in Kirchen (Sieg) im Kreis Altenkirchen auf der B 42 mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn ab und kollidierte mit einem entgegenkommenden Lastkraftwagen. Noch an der Unfallstelle erlag er seinen schweren Verletzungen. Im Fortgang wurde von Angehörigen des Verstorbenen der Vorwurf erhoben, eine notärztliche Versorgung sei erst 50 Minuten nach dem eigentlichen Unfallgeschehen an der Unfallstelle erfolgt. Nach Auswertung des Flugbuches des Rettungshubschraubers und des Notarzteinsatzprotokolls konnte allerdings nachgewiesen werden, dass zwischen dem Unfallereignis und dem Eintreffen des Notarztes mit dem Rettungshubschrauber nur 20 Minuten vergangen waren. Um 11:51 Uhr war der Rettungshubschrauber an seinem Standort in Koblenz alarmiert und der Einsatz des Notarztes nach Landung am Ereignisort sodann um 12:10 Uhr begonnen worden. Die Hilfeleistung der Rettungskräfte war somit ohne jegliche Verzögerung erfolgt. Ein strafrechtlich relevanter Vorwurf war den Rettungskräften somit nicht zu machen.

Quelle: Staatsanwaltschaft Koblenz - PM vom 12.09.2011 von 12.09.2011
http://www.justiz.rlp.de/Staatsanwaltschaften/StA-Koblenz/ Externer Link
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