Anlegerschutz / Sachsen-Anhalt / Verbraucherschutz / z_L&S - Filmfonds /
Artikelnummer: 11091103
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HINWEISE AUF RISIKEN EINER KAPITALANLAGE MÜSSEN KLAR ERKENNBAR SEIN
Bei einem ertragsorientierten Anleger ist die Beratung zur Beteiligung an einem Filmfonds als nicht anlagegerecht zu werten. Dies hat das Oberlandesgericht Naumberg entschieden. Der Hinweis auf einen möglichen Totalverlust der Kapitalanlage müsse klar ersichtlich sein. Vermittelt dieser Hinweis den Eindruck, das mit der Beteiligung lediglich ein sehr begrenztes Anlagerisiko eingegangen wird, sei dies irreführend.
Der klagende Anleger hatte sich an einem Filmfonds beteiligt. Er hatte geltend gemacht, falsch beraten worden zu sein und von einer Rückvergütung ("Kick-Back") der Bank keine Kenntnis gehabt zu haben. Dem klagenden Anleger wurde vom Oberlandesgericht Naumburg Schadensersatz zugesprochen. Die Beteiligung an einem Filmfonds sei von vornherein für einen ertragsorientierten Anleger ungeeignet. Darüber hinaus habe der Anlageberater auch nicht hinreichend über einen möglichen Totalverlust aufgeklärt. Ein solcher Hinweis sei zwar im Verkaufsprospekt enthalten. Aufgrund des Kontextes, in dem dieser Hinweis stehe, solle dem Anlageinteressenten allerdings ein verharmlosendes und irreführendes Bild dergestalt vermittelt werden, dass er lediglich ein begrenztes Ausfallrisiko habe.

Quelle: Oberlandesgericht Naumburg - PM Verbraucherzentrale Bundesverband vom 09.02.2010 von 09.02.2010
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