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Artikelnummer: 11090411
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URTEIL IM NAMENSSTREIT: 'GROßE' EINTRACHT RINGT 'KLEINE' EINTRACHT NIEDER
Das Landgericht Frankfurt/Main hat der Klage des Eintracht Frankfurt e.V. und der Eintracht Frankfurt Fussball AG gegen den „AC Eintracht Frankfurt a.M.“ und ihr Vorstandsmitglied weitgehend stattgegeben. Der beklagte Ringerverein wurde verurteilt, die Benutzung der Bezeichnung „AC Eintracht Frankfurt“ als Bezeichnung für einen Sportverein, für ihre Internet-Domain sowie als Marke für eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen zu unterlassen. Weiterhin wurden die Beklagten zur Zahlung von Schadensersatz und Abmahnkosten sowie zur Tragung der Prozesskosten verurteilt.
Der beklagte Verein, der seit fast 100 Jahren als „AC Eckenheim“ existierte, hatte sich Ende 2009 in „AC Eintracht Frankfurt“ umbenannt, einen entsprechende Domain gesichert und eine gleichlautende Markenanmeldung beim Europäischen Markenamt eingereicht. Die Frankfurter Richter haben in ihrem Urteil festgestellt, dass dies die Rechte der Klägerinnen aus ihrem Namens- und Markenrecht verletzt hat, da das Namensrecht des Eintracht Frankfurt e.V. bereits seit 1929 existiert und sie Inhaberin einer Vielzahl von Marken ist, die zum Teil bereits seit Jahrzehnten existieren. Da der beklagten Ringerverein auch schuldhaft gehandelt haben, sei er auch zum Schadenersatz verpflichtet. „Es ist aufgrund der Bekanntheit des klagenden Sportvereins nach Auffassung der Richter ausgeschlossen, dass sich der beklagte Ringerverein der älteren Rechte des klagenden Sportvereins nicht bewusst war“, so das Landgericht in seiner Urteilsbegründung.

Quelle: Landgericht Frankfurt am Main - PM vom 24.08.2011 von 24.08.2011
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