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Artikelnummer: 11082823
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FUßBALLTRAINER KLAGT 140.000 EURO EIN
Vor dem Landesarbeitsgericht Hamm wird ein Rechtsstreit verhandelt, in dem ein Fußballtrainer eines Vereines in Paderborn 140.000 Euro Vergügung einklagt.
Der 45Jahre alte klagende Trainer wurde im Februar 2008 bei dem beklagten Verein in Paderborn eingestellt. Der Arbeitsvertrag war bis zum 30.06.2010 befristet. Der Kläger wurde als Cheftrainer der Mannschaft eingesetzt, die in der Saison 2008/2009 am Spielbetrieb der 3. Fußball-Bundesliga teilnahm. Zur Saison 2009/2010 stieg die Mannschaft in die 2. Fußball-Bundesliga auf. Im Mai 2009, zwei Spieltage vor dem Ende der Saison und etwa ein Jahr vor der Beendigung des Vertrages, stellte der Verein den klagende Fußballtrainer frei und entzog ihm den bis dahin zur Verfügung gestellten PKW. Im Arbeitsvertrag, den die Parteien abschlossen, war vereinbart, dass der klagende Fußballtrainer neben der monatlichen Grundvergütung und einem Dienst-Kraftfahrzeug auch eine Prämie für jeden Meisterschaftspunkt erhält, der während der Zugehörigkeit zur 2. Fußball-Bundesliga erzielt wird. Außerdem war eine Prämie für den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga vorgesehen. Ab dem Zeitpunkt einer Freistellung sollen nach den vertraglichen Regelungen keine Punktprämien, sondern nur noch die Grundvergütung zu zahlen sein. Der klagende Fußballtrainer fordert mit der Klage im Wesentlichen eine Punkteprämie für die Zweitligasaison 2009/2010, zeitanteilige Prämien für die Saison 2008/2009 und Schadensersatz für die Entziehung des Dienstwagens. Er meint, die arbeitsvertragliche Regelung, wonach eine Freistellung Auswirkungen auf den Vergütungsanspruch hat, sei unwirksam. Der Verein ist der Ansicht, es sei ein gerechter Ausgleich, wen ein freigestellter Trainer nicht das gleiche Entgelt bekomme wie ein aktiver Trainer. Außerdem seien die Ansprüche des Klägers nach der im Arbeitsvertrag vereinbarten Ausschlussklausel verfallen. Das Arbeitsgericht Paderborn hat der Klage nur in Höhe von 40.000 Euro stattgegeben. Zur Begründung hat das Arbeitsgericht ausgeführt, die Vereinbarung, nach der der klagende Fußballtrainer während der Freistellung keine Punktprämien und sonstige zusätzliche Vergütungen erhalten solle, sei unwirksam. Der klagende Fußballtrainer werde unangemessen benachteiligt, weil der Verein einseitig und ohne die Angabe von Gründen über die Freistellung entscheiden könne. Ein Großteil der Ansprüche des Klägers sei jedoch aufgrund der vertraglichen Ausschlussklausel verfallen, da der klagende Fußballtrainer seine Ansprüche nicht rechtzeitig geltend gemacht habe.

Quelle: Landesarbeitsgericht Hamm - PM vom 09.08.2011 von 13.09.2011
http://www.lag-hamm.nrw.de/ Externer Link
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