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Artikelnummer: 11051549
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NETTOLOHNVEREINBARUNG IM BEZAHLTEN FUßBALL - UNGEKLÄRT -
Das Landesarbeitsgericht Hamm hat das Berufungsverfahren zur Nettolohnvereinbarung im bezahlten Fußball entschieden und die klageabweisende Entscheidung des Arbeitsgerichts im Ergebnis bestätigt.
Der Kläger war als Profifußballer beim VfL Bochum tätig. Im Zusammenhang mit dem Wechsel des klagenden Profifußballers zum VfL Bochum zahlte der Fußballclub insgesamt 880.000,00 € an einen Spielervermittler, der davon insgesamt 640.000,00 € an den klagenden Profifußballer weiterleitete sowie weitere 50.000 € an klagenden Profifußballer unmittelbar zahlte. Da diese Beträge unversteuert blieben, wurde der klagende Profifußballer wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, da die gezahlten Gelder steuerpflichtiges Einkommen dargestellten. Dabei wurde eine Steuerpflicht in Höhe von 311.488,- € zugrundegelegt. Diese Steuer macht der klagende Profifußballer im vorliegenden Verfahren gegen den VfL Bochum geltend, und trägt vor, es sei mit den Verantwortlichen des VfL Bochum vereinbart gewesen, dass ihm die Ablöse und ein Handgeld netto zufließen sollten. Der Verein bestreitet eine entsprechende Vereinbarung, auch sei ihm zu keinem Zeitpunkt bekannt gewesen, dass die geleisteten Zahlungen von dem Spielervermittler an den klagenden Profifußballer hätten weitergeleitet werden sollen. Sie seien auch nicht für ihn bestimmt gewesen. Das Arbeitsgericht Bochum hat die Klage abgewiesen. Im durch den klagenden Profifußballer eingeleiteten Berufungsverfahren hatte sich - anders als noch vom Arbeitsgericht angenommen - herausgestellt, dass der Profifußballer die Steuern noch nicht an das Finanzamt abgeführt hat. Das Berufungsgericht hat die Entscheidung des Arbeitsgerichts bestätigt und darauf abgestellt, dass die Klage zur Zeit jedenfalls unbegründet ist, da der klagende Profifußballer erst überhaupt dann einen Anspruch gegen den VfL Bochum haben kann, wenn er selbst die Steuern gezahlt hat. Ob der klagende Profifußballer einen Anspruch auf Freistellung gegen den Zweitbundesligisten hat, konnte das Landesarbeitsgericht ebenso offen lassen wie die Frage, ob die Parteien überhaupt eine Nettolohnvereinbarung getroffen haben und ob und in welcher Höhe Steuern anfallen, weil der klagende Profifußballer nicht Freistellung, sondern Zahlung verlangt hat.

Quelle: Landesarbeitsgericht Hamm - PM vom 04.05.2011 von 04.05.2011
http://www.lag-hamm.nrw.de/ Externer Link
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