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Artikelnummer: 11051526
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HAMBURGISCHER DATENSCHUTZBEAUFTRAGTER STELLT INFORMATIONEN ZUM ZENSUS 2011 – DIE VOLKSZÄHLUNG - ZUR VERFÜGUNG
Am 9. Mai 2011 beginnen auch in Hamburg die Haushaltsbefragungen im Rahmen des Zensus 2011. Anders als bei früheren Volkszählungen wird bei diesem registergestützten Zensus nicht jeder Bürger befragt. Es werden in erster Linie bestehende Register, wie beispielsweise das Melderegister, ausgewertet und zusammengeführt. Stichprobenartig werden daneben nur bei einem Teil der Bürgerinnen und Bürger direkte Haushaltsbefragungen durchgeführt. Davon werden ca. 62.500 Hamburgerinnen und Hamburger betroffen sein. Das sind etwa 4% der Bevölkerung der Hansestadt.
Die Haushaltsbefragungen werden von den sogenannten Erhebungsbeauftragten des Statistischen Amts für Hamburg und Schleswig-Holstein durchgeführt. Bei ihrem Besuch haben sich die Erhebungsbeauftragten auszuweisen. Der Termin des Befragungsinterviews wird den zufällig ausgewählten Haushalten durch eine Postkarte angekündigt. Es besteht aber keine Verpflichtung, den Erhebungsbeauftragten in die Wohnung zu lassen. Man kann sich den Fragebogen auch aushändigen lassen und ausgefüllt an das Statistikamt schicken oder wahlweise die Auskünfte online erteilen. Haushaltsbefragungen werden nicht telefonisch durchgeführt. Sollten Sie entsprechende Anrufe bekommen, handelt es sich nicht um Erhebungsbeauftragte sondern um Betrüger, die den Zensus 2011 ausnutzen, um sich Ihre Daten zu erschleichen. Neben den Haushaltsbefragungen findet auch die Gebäude- und Wohnungszählung statt. Hierbei müssen Eigentümer oder Verwalter von Wohnraum Auskunft erteilen. Diese Befragung findet ausschließlich auf dem Postweg oder online statt. Grundsätzlich müssen die Fragen der Haushaltsbefragung und der Wohnungszählung beantwortet werden, da sonst ein Bußgeld droht. Das gilt aber nicht für alle Fragen. Hintergrund dafür ist, dass der deutsche Gesetzgeber mit den im Zensusgesetz 2011 festgelegten Erhebungsdaten über die europarechtlichen Vorgaben hinaus gegangen ist. In Deutschland wird beispielsweise nach Religionszugehörigkeit und Migrationshintergrund gefragt. Aufgabe der Datenschutzbehörden der Bundesrepublik wird es sein, den Zensus 2011 zu beobachten und die datenschutzkonforme Umsetzung zu überwachen. Ein weiterer Augenmerk des Hamburger Datenschützers liegt auf den Daten, mit denen die Befragten identifiziert werden können.

Quelle: Hamburgischer Beauftragte für Datenschutz und Informationssicherheit - PM vom 06.05.2011 von 06.05.2011
http://www.datenschutz-hamburg.de/ Externer Link
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