Rheinland-Pfalz / Strafrecht / Transport- und Speditionsrecht /
Artikelnummer: 11041040
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WALDHOF-HAVARIE: ERMITTLUNGEN LAUFEN
Am Morgen des 13.01.2011 kenterte auf dem Rhein in Höhe St. Goarshausen bei Rheinkilometer 555,5 das talwärts fahrende Tankmotorschiff „ Waldhof“. Das Schiff, das eine Ladung von 2300 Tonnen Schwefelsäure mit sich führte, blieb auf der Steuerbordseite liegen, mit dem größten Teil des Schiffes unter Wasser.
Von der 4-köpfigen Besatzung des Schiffes konnten bislang nur 2 Personen, darunter einer der beiden Schiffsführer, lebend gerettet werden. Ein Steuermann mit Patent wurde bei der Bergung des havarierten Schiffes am 13.2.2011 nur noch tot aus seiner Kabine geborgen . Der 2. Schiffsführer wird derzeit immer noch vermisst. Aufgrund dieses Sachverhalts hat die Staatsanwaltschaft Koblenz unmittelbar nach dem Ereignis von Amts wegen unter dem oben genannten Aktenzeichen ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs und der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Zur genauen Klärung der Unfallursache wurde unmittelbar nach der Havarie ein Sachverständiger beauftragt. Dessen Gutachten liegt noch nicht vor. Nach Eingang des Sachverständigengutachtens wird dieses umfassend geprüft und ausgewertet werden müssen, um die genauen Umstände des Unglückes und das Vorliegen einer möglichen strafrechtlichen Verantwortlichkeit einzelner oder mehrerer Personen klären zu können. Wie lange die Ermittlungen dauern werden, ist nicht absehbar.

Quelle: Staatsanwaltschaft Koblenz - PM vom 16.03.2011 von 16.03.2011
http://www.justiz.rlp.de/Staatsanwaltschaften/StA-Koblenz/ Externer Link
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