Anlegerschutz / Sachsen / z_L&S - Schrottimmobilien /
Artikelnummer: 11040301
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SCHADENERSATZ GEGEN WIRTSCHAFTSPRÜFER WEGEN DES ERWERBS VON INHABERTEILSCHULDVERSCHREIBUNGEN?
In zwei ähnlich gelagerten Fällen begehren die klagenden Anleger vor dem Oberlandesgericht Dresden derzeit von den beklagten Wirtschaftsprüfern Schadenersatz im Zusammenhang mit dem Erwerb von Inhaberteilschuldverschreibungen der seit dem 01.09.2006 insolventen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG.
Die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG begann 1999 auf dem sogenannten »Grauen Kapitalmarkt« Inhaberteilschuldverschreibungen an Kapitalanleger herauszugeben. Die klagenden Anleger erwarben solche. Die Verkaufsprospekte enthielten die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke der beklagten Wirtschaftsprüfer, dass die Jahresabschlüsse eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft geben und die Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellen. Die klagenden Anleger behaupten, sich auf Grund dieser Darstellung zum Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen entschieden zu haben. Das Landgericht Leipzig hat die Klagen abgewiesen. Ein Anspruch ergebe sich weder aus einem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter noch aus zivilrechtlicher Prospekthaftung. Das Gericht sah es zudem nicht als erwiesen an, dass die Prüfvermerke der beklagten Wirtschaftsprüfer für die Anlageentscheidungen kausal gewesen wären. Hiergegen wenden sich die Anleger mit den vorliegenden Berufungen vor dem Oberlandesgericht Dresden.

Quelle: Oberlandesgericht Dresden - PM vom 21.03.2011 von 14.04.2011
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